Geld einzahlen, um Milch liefern zu dürfen – diese Logik kann ich nicht nachvollziehen. Ich investiere mein Geld lieber in mein eigenes Unternehmen!
Auf dem Milchviehbetrieb der Familie Van de Keere arbeiten zwei Generationen eng zusammen. Was für Thomas als Mithilfe auf dem elterlichen Betrieb beginnt, entwickelt sich zu einer Mitgestaltung dessen Zukunfts. Heute übernimmt er eine klare Rolle als Unternehmer, mit entschlossenen Entscheidungen – wie dem Wechsel zum Molkereikonzern Royal A-ware –, die seine Vision von rentablem und eigenständigem Unternehmertum unterstreichen
Vom Mitarbeiten zum Mitentscheiden
Schon früh war Thomas klar, dass seine Zukunft auf dem elterlichen Milchviehbetrieb lag. Nach seinem Studium setzte er diesen Ehrgeiz sofort in die Praxis um. Zunächst als stiller Gesellschafter zusammen mit seinen Eltern Dirk und Marleen, später als selbstständiger Mitarbeiter auf dem Betrieb. „Eigentlich wurde ich schon damals in Entscheidungen einbezogen“, erzählt Thomas. „Auch wenn ich auf dem Papier noch nichts zu sagen hatte, wurde am Küchentisch jedem zugehört.“ Diese schrittweise Zunahme an Verantwortung mündete in eine offizielle Rolle als Mitgeschäftsführer. Es war der Moment, in dem Thomas nicht nur am Küchentisch mitreden konnte, sondern auch offiziell die Richtung des Betriebs mitbestimmte.
Mehr Freiheit, klare Entscheidungen
Diese Rolle wurde beim Wechsel des Milchabnehmers besonders deutlich. Für Thomas war die Entscheidung klar. „Geld einzahlen, um Milch liefern zu dürfen – diese Logik kann ich nicht nachvollziehen“, sagt er. „Ich investiere mein Geld lieber in mein eigenes Unternehmen.“ Diese Überzeugung bildete die Grundlage für den Wechsel zum Familienunternehmen Royal A-ware. Vater Dirk schloss sich der Entscheidung der neuen Generation an. Für Thomas geht es dabei nicht nur um Zahlen, sondern auch um Unternehmertum und Freiheit. Er möchte in Wachstum und Innovation in seinem eigenen Betrieb investieren, ohne finanzielle Hürden. Der Wechsel brachte auch mehr Flexibilität mit sich. Die Bedingungen und Maßnahmen, die Royal A-ware verlangt, sind nach Ansicht der Familie nicht strenger als anderswo, während die Struktur der Prämien übersichtlich und realisierbar bleibt. Thomas betrachtet die Praxis dabei pragmatisch: Das Erfüllen administrativer Verpflichtungen gehört dazu, muss aber auch etwas bringen. „Manchmal ist es schon mühsam, die Listen auszufüllen“, sagt er lachend, „aber diese Stunde zahlt sich aus.“
Die Zukunft gestalten
Heute arbeiten Thomas zusammen mit seiner Frau Liselotte und seinen Eltern Dirk und Marleen Vollzeit im Betrieb. Die jüngsten Investitionen – darunter die Umstellung auf sechs Melkroboter – passen zu ihrer Vision, den Betrieb zukunftssicher zu machen. Der Generationswechsel vollzieht sich Schritt für Schritt. Dirk und Marleen ziehen sich nach und nach zurück. Dieser Ansatz ist laut Dirk entscheidend: „Als Unternehmer zu wachsen, geschieht nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess des Ausprobierens, des Versuchs und der Anpassung.“ Für diesen Prozess finden sie in Royal A-ware einen zuverlässigen Partner.
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